Ausfahrten

Leider können wir zur Zeit keine Ausfahrten mehr anbieten. Aus persönlichen Gründen geben Manfred Maaß und Günter Eggers ihr Ehrenamt auf:

Eine Ära geht zu Ende

„Lieber Manfred Maaß, lieber Günter Eggers, es gibt mit Euch keine Ausfahrten mehr! Wie viele Jahre haben es Eure Gäste aus Bergstedt, Volksdorf und vor allem aus Hoisbüttel genießen können, mit Euch, rührend umsorgt, interessante Ziele wie Dome, Kirchen, Gutshäuser, Gärten, Weihnachtsmärkte und Lichterfahrten zu besuchen, stets von Manfred hervorragend recherchiert und organisiert. Man wird Euch schmerzlich vermissen.

Lieber Manfred, bei wie vielen Aktivitäten hast Du Dich außerdem für die Kirchengemeinde eingebracht: Du warst im Bauausschuss, Du hast einen stabilen Zaun gesetzt, am Geräteschuppen mitgebaut, und, und, und… Manfred und Günter, Ihr habt zusammen die Großeinkäufe für uns getätigt. Und Du, lieber Günter, warst stets die zuverlässigste „Fahrdienst-Taxe“ für unsere Kirchengemeinde!

Der Kirchengemeinderat dankt Euch beiden für all diese segensreichen Einsätze. Wir werden uns nicht ganz aus den Augen verlieren, grüßen Euch herzlich und wünschen Euch Gottes reichen Segen.

Eure Ursel Preußer“

Die Ausfahrten der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Hoisbüttel

Ein Bericht von Manfred Maaß (2016)

Es begann Oktober 1999 mit der Schlüsselübergabe des Sozialmobils. Die Kirchengemeinde hatte aus Spendenmitteln das Fahrzeug gekauft – für den Transport der Senioren zu Gottesdiensten, zum Arztbesuch, zu Veranstaltungen der Kirchengemeinde oder aber zum Einkauf. Fahrer waren die jeweiligen Zivildienstleistenden sowie einige ehrenamtliche Kirchenmitglieder. Jedoch stellten von Beginn an die hohen monatlichen Fixkosten des Fahrzeugs für die Kirchengemeinde ein Problem dar, das auch durch Spenden nicht gemildert werden konnte.

So machte ich den Vorschlag, Ausflüge zu Zielen in der Umgebung zu unternehmen und durch den Erlös den Unterhalt des Sozialmobils zu finanzieren. Der Vorschlag fand einhellige Zustimmung. Es wurde eine Haushaltsstelle eingerichtet, für die ich verantwortlich zeichne. Das heißt, die Kalkulation ist so zu bemessen, dass am Ende des Jahres die Haushaltsstelle weder Verlust noch Gewinn ausweist, sondern ausgeglichen ist.

Ursprünglich lag der Fokus der Ausfahrten in erster Linie auf den Senioren der Kirchengemeinde, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder knapper persönlicher Mittel selbst nur wenig unternehmen konnten. Das Echo auf unser Angebot war überwältigend. Fuhren wir anfangs noch mit zwei Kleinbussen, wurden es nach und nach bis zu fünf und mehr, die ich mir von den umliegenden Kirchengemeinden, dem Senator-Neumann-Heim oder der Kommune auslieh.

Als verlässliche Fahrer standen mir dabei Herr Eggers, Herr Bahlo und Herr Sasse zur Seite. Natürlich gestaltete sich die Terminplanung wegen der Unwägbarkeiten bei der Ausleihe der Fahrzeuge und der nicht immer einplanbaren Fahrer schwierig, sodass ich im Jahre 2005 begann, jeweils einen Reisebus anzumieten und – um Kosten zu sparen – auch selbst zu fahren. Und das tue ich bis heute!

Das Interesse an den Ausfahrten der Kirchengemeinde ist über die Grenzen Hoisbüttels hinaus überaus rege. Jährlich finden acht Ausfahrten statt, die aufgrund der Regionalisierung auch in Bergstedt und ab 1. Januar 2014 in Volksdorf angeboten werden. Die erste Ausfahrt beginnt im Februar meist mit dem Besuch der Kunsthalle Bremen gefolgt vom Stintessen in Hoopte und endet im September mit dem Besuch eines der norddeutschen Klöster. Im Dezember folgt dann entweder eine Lichterfahrt durch das weihnachtlich geschmückte Hamburg oder aber der Besuch eines Weihnachtsmarktes. Die Teilnehmerzahl liegt zwischen 38 bis 78 Fahrgästen.

Natürlich könnte ich die Planung, Organisation und Durchführung der Fahrten nie alleine bewältigen. Herr Eggers ist mir dabei von der ersten Stunde an ein zuverlässiger Partner, mit dem ich plane und Vorschläge bespreche, der sich um die finanzielle Abwicklung bei der Ausfahrt kümmert, der Essenlisten erstellt, und sich insgesamt sehr liebevoll und unermüdlich um das Wohl der Gäste kümmert.

Wir beide hoffen, dass es uns vergönnt sein möge, künftig noch viele gemeinsame Fahrten zu interessanten Zielen zu unternehmen. Die Zufriedenheit und die Freude unserer Fahrgäste sind uns dabei ein Ansporn und erleichtern uns die Mühe erheblich. Ihre Anregungen und die zwischenmenschlichen Kontakte sind auch für uns eine Bereicherung!